Die Schwarze Hofmännin


Heilbronn 1525


Die Lage der deutschen Bauern ist unerträglich. Inspiriert von Luthers Reformation scharen sie sich zusammen und fordern ihr Recht, notfalls auch mit Gewalt.

Besonders stark ist der Aufstand im Heilbronner Raum. Dort zählt eine Frau zu den Anführern, die der Obrigkeit die Stirn bieten: Margarete Renner, genannt die Schwarze Hofmännin. Leidenschaftlich lebt und kämpft sie gegen Willkür und Unterdrückung.

Sie träumt von einem Leben in Würde, Freiheit und Gerechtigkeit -

bis ihr Bauernheer in der Schlacht von Böblingen klälich untergeht. Die ergreifende Geschichte einer Frau, die sich zur Wehr setzt.

Lesung aus dem Roman „Die Schwarze Hofmännin“


Margarethe Renner, genannt „die Schwarze Hofmännin", war die einzig namentlich bekannte Frau aus dem Großen Bauernkrieg von 1525. In alten Überlieferungen wird sie als brutal und skrupellos dargestellt. Sie gehörte zum Heilbronner Haufen und hat an der entscheidenden Schlacht bei Böblingen teilgenommen.
Die neue Forschung zeichnet ein ganz anderes Bild von Margarethe Renner. Dies bildet die Basis für den Roman von Klemens Ludwig „Die Schwarze Hofmännin“. Darin begegnet dem Leser eine Frau, die sich schon früh für Kräuter und Heilkunst interessiert hat. Dazu kamen ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und Mut, die in ihrer Zeit nicht immer ratsam waren; schon gar nicht für eine Frau. Doch während die Hoffnungen der Bauern durch Uneinigkeit und Gutgläubigkeit von den Herren zerstört wurden, eröffneten sich für Margarethe Renner unerwartete Perspktiven.
Der Roman "Die Schwarze Hofmännin" vermittelt das Bild einer faszinierenden Persönlichkeit, die vor knapp 500 Jahren ihre eigenen Wege gegangen ist und sehr zu Unrecht vergessen oder dämonisiert wurde.