Lebenslauf

Ich wurde geboren am 23. Dezember 1955 in Suttrop (heute Warstein), Sauerland.

 

1962 – damals noch zu Ostern – startete ich meine Schullaufbahn und beendete sie 13 Jahre später mit dem Abitur in Rüthen.

 

1976 begann ich mit dem Studium der Theologie und Anglistik für Lehramt an der Universität Tübingen, obwohl mein eigentliches Lieblingsfach schon immer die Geschichte war. Mit der gewählten Fächerkonstellation rechnete ich mir jedoch besser Berufschancen als Lehrer aus; eine Spekulation, die sich bald erübrigt hatte, denn drei Jahre später fand ich eine Alternative, die mich mehr überzeugt hat. Ich zog nach Göttingen und wurde der zweite hauptamtliche Mitarbeiter der Gesellschaft für bedrohte Völker. Mein Studium führte ich zunächst noch weiter, doch beides war nicht lange zu vereinbaren, also entschied ich mich für die Arbeit bei der Gesellschaft für bedrohte Völker.

 

Dort blieb ich bis 1989 und war für Kampagnen sowie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die ersten Jahre machten mich zum Generalisten: Unterstützung für Indianer in Paraguay, Brasilien oder den USA, Kampagnen für Flüchtlinge am Horn von Afrika oder die Haratin in Mauretanien, Proteste gegen die indonesischen Verbrechen in Osttimor und Westpapua… es gab keinen Teil der Welt, der nicht im Fokus der Arbeit stand. Im Laufe der Zeit und begünstigt durch personelle Aufstockung konzentrierte ich mich immer mehr auf Asien.

 

Seit 1989 arbeite ich als freier Journalist für verschiedene Hörfunkanstalten, Zeitungen und Verlage. Dazu kommen Honoraraufträge für Institutionen, Parteien oder Stiftungen wie das Diakonische Werk der Ev. Kirche, das Gemeinschaftswerk der Ev. Publizistik, das Thomas-Morus-Bildungswerk, Bündnis90/Die Grünen, die Friedrich Naumann Stiftung oder die Deutsche Welthungerhilfe.

Ich genieße das Privileg, Hobby und Arbeit verbinden zu können. Zahlreiche Reisen nach Asien und zu den Völkern ohne Staaten in Europa wie Samen (Lappen), Korsen, Waliser bilden die Basis meiner Reportagen. Zudem wurde ich Augenzeuge und Chronist des baltischen Unabhängigkeitkampfes.

Der publizistische Schwerpunkt meiner Arbeit ist Tibet. Meine erste Reise dorthin fand 1986 statt. Seit der Zeit habe ich das Land häufig bereist, bis mir die chinesischen Behörden 2004 erstmals ein Visum verweigerten. Außerdem unterhalte ich enge Kontakte zu den Exiltibetern in Nordindien, Nepal und der Schweiz.

Ich habe zahlreiche Bücher über Tibet, Burma (Myanmar), Osttimor, ethnische Minderheiten, sanften Tourismus, Uranabbau, das Baltikum, etc veröffentlicht. Mehr dazu siehe Publikationsliste.

 

Von 1994 – 2000 war ich Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland e. V.; seit 2004 bin ich Chefredakteur der damals gegründeten Zeitschrift der Tibet Initiative, Brennpunkt Tibet.


Eine besonders spannende Herausforderung war die Arbeit an dem Roman "Die Schwarze Hofmännin". Damit wollte ich Margarete Renner, der einzig namentlich bekannten Frau aus dem Großen Bauernkrieg von 1525, ein Denkmal setzen. Sie gehörte zum Heilbronner Haufen.
Jahrhundertelang von der männlich dominierten Geschichtsschreibung verteufelt, zeigt die Heimatforschung sie seit wenigen Jahrzehnten in einem anderen Licht. Diese Forschungen bilden die Grundlage für den Roman - und lassen genug Raum für meine Geschichte von Margarete Renner, der Schwarzen Hofmännin.